Hopfen – Humulus lupulus

Die ausdauernde Schlingpflanze wächst in Auwälder und Weingärten auf lehmigen Böden in ganz Europa. Sie wird ca. 3-7 m hoch. Die Blüten sind gelbgrün, die männlichen stehen in Rispen in den Blattachseln, die weiblichen Blüten hängen in zapfenartigen Blütenständen. Die Sprosse wird gesammelt von April bis Mai, die Zapfen von August bis September.

Der Hopfen ist Symbol der Fruchtbarkeit. Die weibliche Blüten enthalten Lupulin und östrogenartige Wirkstoffe, die Sprosse viel Vitamin C. Von Medizinischer Sicht  wirkt der Hopfen antiseptisch, appetitanregend, beruhigend, entwässernd, krampflösend und verdauungsfördernd. Eine Überdosis von Hopfen führt bei Männern zum Libidoverlust. Auf Grund der östrogenartigen Inhaltsstoffe verwendet man als Tee beim gutartigen Prostatabeschwerden.

Die getrocknete Hopfenzapfen in Kopfkissen fördern den Schlaf.

Die junge Sprossen isst man im Frühjahr wie grüne Spargeln. Man dünstet sie auf brauner Butter und isst als Beilage, oder mischt sie in Salat hinein. Oder gibt man sie in  Rührei hinein. Wenn man sie konservieren will, dann werden die frische Sprossen in Essig eingelegt.

Die Zapfen werden als Tee zubereitet. Auf Grund der Geschmack  sollte man den Hopfen nicht alleine als Tee trinken.

Tee für die Nerven: in gleichen Teilen Hopfen, Melisse und Lavendel mit heißem Wasser übergießen und 10 Minuten lang ziehen lassen, mit Honig gesüßt trinken.

Tee für Prostatahyperplasie: 70g Schafgarbe und 30g Hopfen mit heißem Wasser übergießen und ziehen lassen. Täglich 2x 2dl davon trinken.

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