Tussilago farfara, der Name leitet sich vom lateinischen tussis (Husten) und agere (vertreiben) ab und deutet schon auf die Wirkung von Huflattich hin. Im Frühjahr blüht Huflattich als eine der ersten Pflanzen. Die Blüten erscheinen vor den Blättern, sind wollig und haben rote bis grüne Schuppenblätter. Die Blätter werden sehr groß und sind breit, herzförmig, spitz gezahnt. Blütezeit ist von Februar bis Mai und es ist die Periode des wiedererwachenden Lebens. Früher haben die Rosshändler Huflattich unter das Futter der Pferde gemischt, damit auch die älteren Tiere noch frisch und fit wirken.

Der Volksmedizin hat Huflattich seit vielen Jahrhunderten als Lungenheilpflanze für Mensch und Tier verwendet. Man sammelt ihn von Februar bis Juli. Man sollte ihn ohne Waschen so rasch wie möglich trocknen. Huflattich enthält ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Inulin, Tannin, Schleimstoffe, Pyrrolizidinalkaloide usw. Wegen der in älteren Blättern vorhandenen Pyrrolizidinalkaloide ist die langfristige Einnahme vor allem in der Schwangerschaft nicht ratsam.

Schon Plinius und Paracelsus empfahlen die Inhalation des Rauches der Pflanze gegen Atembeschwerden.  Zigaretten aus Huflattichblättern lindern Asthma und sollen bei der Raucherentwöhnung helfen. Als Tee wird er bei Bronchitis, Emphysem und Reizhusten eingesetzt. In der Homöopathie wird er bei Bronchitis, Grippe und Lungenproblemen genutzt.

Teezubereitung: 1 TL Kräuter mit 2 dl kochendem Wasser aufgießen und 15 Minuten lang ziehen lassen, mit braunem Zucker oder dunklem Honig süßen.

Junge Huflattichblätter und Triebe kann man in den Salat geben oder als Spinat kochen. Aus der Blüten mit Zugabe von Honig könnte man einen Sirup machen und bei Husten einnehmen.