Kleine Teevorbereitungskunde

Damit man bei Kräutertees die Wirkstoffe am effektivsten rauskriegt, muss man einige Regeln bei der Zubereitung befolgen.

1) Infusum – Aufguß
Es ist die meist verwendete Zubereitungsart bei Tees von Blüten und Blättern.
Man übergießt die angegebenen Mengen von Blättern oder Blüten mit kochendem Wasser. Man muss dabei kleine Unterschiede machen, Kräuter die sehr viel ätherische Öle enthalten, soll man mit aufgekochtem, aber nicht mehr kochendem Wasser übergießen, sonst verschwinden die Wirkstoffe mit dem Dampf.

2) Maceratum – Kaltauszug
Mit dieser Methode bereitet man Tees aus Schleimstoff enthaltenden Pflanzen zu, weil bei der Hitze die Schleimstoffe verloren gehen. Hier sollte man darauf achten, dass er jedes Mal frisch zubereitet wird, sonst können im Tee Keime entstehen.

3) Decoctum – abkochen
Wurzeln, Rinde, holzige Samen und härtere Pflanzenteile werden immer 5 bis 20 Minuten lang zur Wirkstoffgewinnung gekocht. Leider gehen so manche wertvollen Bestandteile wie ätherische Öle verloren.

Die Kräutertees sollen auf nüchternem Magen, ungesüßt, heiß und langsam schluckweise, sitzend getrunken werden. Die Kräutertees sollte man 3-6 Wochen lang wie eine Kur verwenden, die ersten Heileffekte treten nach einigen Wochen auf.

Die bekanntesten Kräuter, die man im Frühjahr sammeln kann:

Blüten von Akazien (Achtung: der ganze Baum ist giftig, nur die Blüten nicht!),Angelikawurzel, Holunderblüte, Brennnessel, Weidenrinde,Weißdornblüte, Löwenzahn, Beinwellwurzel, Efeu, Blutwurz, Birkenblätter

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