So heißt das deutsche Reinheitsgebot. Wir lassen jetzt den Malz weg und beschäftigen uns nur mit dem Hopfen (Humulus lupulus L.). Im Altertum war der Hopfen schon bekannt, aber erst seit dem Mittelalter ist er als Heilpflanze in Gebrauch. Die Hopfenzapfen sind Symbole für Fruchtbarkeit.

Hopfen gehört zur Gattung der Hanfgewächse und ist ein bis zu 6 Meter hohes, krautartiges Gewächs. Er wächst in Auenwäldern, Weingärten und Waldrändern. Die hübschen Zapfen, die man von August bis September sammeln kann, sind weiblich. Der Hopfen ist eine Merkurpflanze und hilft Menschen, die hoch hinaus wollen, die immer mehr wollen und die groß und erfolgreich werden wollen. Aber ähnlich wie der Hopfen brauchen diese Menschen auch Halt, um wachsen zu können.

Die Wirkstoffe im Hopfen sind Bitterstoffe, ätherische Öle, Gerbstoffe. Humulon und Lupulon befinden sich in den weiblichen Blüten und haben eine beruhigende und schlaffördernde Wirkung. Die Zapfen enthalten außerdem Östrogene und sind wohltuend für Frauen im Wechsel. Sie beruhigen und fördern die Libido. Bei Männern wirkt Hopfen eher dämpfend und nach dem Biergenuss werden sie „brave Ehemänner“.

Innerlich hilft der Hopfen bei Angstzuständen, Schlaflosigkeit und Nervosität. Die Bitterstoffe regen die Verdauung an. Bei Männern hilft der Östrogengehalt bei Prostatahypertrophie.

Weil der Tee nicht besonders gut schmeckt, würde ich den Hopfen eher mit anderen Plfanzen kombinieren z.B. mit Lavendel, Melisse, Himbeerblättern. Um die erwünschte Wirkung zu erzielen, könnte man ein Kräuterbad nehmen.

Vorsicht ist angesagt bei Schwangerschaft, Pille und Neigung zu Karzinomen! Da ist eine Absprache mit dem Arzt dringend erforderlich.