Kräuter und Rezepte gegen Schlafstörungen

Hopfen  (Humulus lupulus)

Hopfen ist ein Hanfgewächs, eine Schlingpflanze. „Sie tötet wie ein Wolf“, heißt der lateinische Name übersetzt. Die hübschen Zäpfchen werden im September gesammelt. Sie enthalten Phythoöstrogene, die machen Männer müde und bei Frauen die sie pflücken können sie Unregelmässigkeiten bei der Regel hervorrufen. Hopfen beruhigt und ist besonders schlaffördernd, hilft beim Durchschlafen, regt die Lebertätigkeit an. Ihre antibakterielle Wirkung wirkt sogar gegen TBC, die Blätter heilen schlecht heilende Wunden. Hopfen kann man als Tee trinken, man kann damit ein Kräuterbad nehmen, oder in ein Kissen hineinstopfen und diesen ins Bett mitnehmen.

Lavendel (Lavendula off.)

Lavendel ist eine Perle der Aromatherapie. Sie beruhigt und stärkt die Nerven, kann extreme Stimmungen ausgleichen. Sie wächst wunderbar im Garten und wird von Bienen umschwärmt. Die aromatisch duftenden Blüten werden zu Lavendelwasser, Riechsalz, Seife, Badezusatz oder als Kräutersäckchen verwendet und sind ein altbewährtes Mittel gegen Motten. Man kann sie als Tee trinken, als Badezusatz verwenden, die ätherischen Öle in die Aromalampe geben, oder nur ein paar Tropfen Öl auf das Kissen tröpfeln lassen. In allen Formen wirkt Lavendel entspannend, schlaffördernd, beruhigend.

Melisse (Melissa off.)

Melisse gehört zu den Lippenblütlern und  stammt aus Südeuropa. Sie enthält ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe,  wirkt beruhigend, krampflösend. Sie ist die grüne Diazepam, aber hat keine Nebenwirkung. Melisse mildert die Spannung, in Kombination mit Weißdorn wirkt sie beruhigend auf das Herz.  Sie hat eine ausgleichende Wirkung auf das vegetative Nervensystem, hilfreich bei Stress und hamonisiert in allen Lebenslagen. Das ätherische Öl hat eine starke antivirale Wirkung.

Johanniskraut (Hypericum perforatum)

Es gehört hierher, obwohl sie eher ein Antidepressivum ist. Ihre wunderbar gelb leuchtenden Blüten bringen die Sonne ins Herz hinein. So hilft sie gegen Winterdepressionen. Mit Odermennig kombiniert ist Johanniskraut als Tee gut gegen Gastritis. Es hat stimulierende Wirkung auf die Gallenwege.  Äußerlich ist Johanniskrautöl ein Wundheilmittel, hilfreich bei Muskelverspannungen, lindert Nervenschmerzen.  Vorsicht: es macht die Haut lichtempfindlich und man soll die Wechselwirkung mit Asthmasprays beachten.

Baldrian (Valeriana off.)

Er wächst überall an Ufern und Waldränder. Wirkt beruhigend, fördert aber auch die Konzentration. Er dämpft das Zentralnervensystem und wirkt gegen chronische Unruhe. Baldrian tut gute Dienste im Klimakterium. Statt Tee würde ich lieber auf Fertigpräparate zurückgreifen.

Tee zur Beruhigung:

Hopfen, Melisse und Lavendel in gleichen Teilen zusammenmischen, davon 1 Teelöffel mit 2 dl kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten stehen lassen, mehrmals am Tag trinken.

Tee zum Einschlafen:

Hopfen und Baldrian gleichen Teilen zusammenmischen, davon 1 Esslöffel mit 0,5 l heißem Wasser übergießen und 10 Minuten stehen lassen, vor dem Schlafengehen trinken.