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Neurodermitis

Neurodermitis oder das atopische Ekzem gilt als nicht heilbare, aber behandelbare Krankheit. Die Symptome sind rote, schuppende, manchmal nässende Ekzeme auf der Haut und ein starker Juckreiz. Der Auslöser dieser Krankheit kann eine vererbte Neigung zu Allergie oder eine Störung im Immunsystem sein. Die geerbte Neigung zur Allergie manifestiert sich vor allem bei den Nahrungmittelallergien, wie gegen Kuhmilch, Weizen, Eier, Nüsse oder Karotten.

Neurodermitis kommt sehr häufig  bei Kindern vor, weil die Sensibilisierung schon in der Gebärmutter angefangen hat. Später verschwindet die Neurodermitis und kann in einen anderen Form wiederkommen.  Der Grund dafür ist, dass die Allergie ihre Form wechseln. Beispielsweise kommt sie zuerst als Neurodermitis vor und verschwindet dann, später kehrt sie als Asthma oder Heuschnupfen wieder. Die versteckte Lebensmittelallergie kann Symptome wie Kopfschmerzen, Migräne oder Magen-Darmbeschwerden hervorrufen. Stress kann auch einen Neurodermitisschub auslösen.

Die Behandlung von Neurodermitis ist sehr komplex. Meistens werden äußerlich kortisonhaltige Cremen verabreicht und innerlich Antihistaminika.

Aus der Sicht der Phytotherapie man sollte die akuten Beschwerden lindern und dem Körper helfen, sich zu wehren. Das heißt, das Immunsystem soll gestärkt werden durch Entgiftung und Darmsanierung. Außerdem sollte man den Kontakt mit jenen Substanzen vermeiden, auf die man allergisch war oder ist.

Zur innerlichen und äußerlichen Verwendung ist die Nachtkerze die erste Wahl. Das Nachkerzenöl mindert die Hautentzündung und fördert die Entstehung von T- Immunzellen, die den Entzündungsprozess unterdrücken.

Man nehme täglich 1-1,5 g Nachtkkerzenöl zu sich (ca 2-3 Kps), und zwar über einen längeren Zeitraum von ungefähr 6 Monaten. Nach den Erfahrungen sind die Beschwerden deutlich weniger geworden bzw. sind sie ganz verschwunden.

Aus den Wurzeln der Klette kocht man Tee und verwendet man ihn äußerlich oder trinkt ihn einfach. Klette regeneriert die Haut. Aus Labkraut bereitet man einen starken Tee und trägt ihn auf die Haut auf, als Waschung. Oder man macht eine Tinktur und mischt es in die Creme hinein, um die Creme dann auf schlecht heilende Wunden und Schuppenflechten oder eben Neurodermitis aufzutragen.

Äußerlich kommen noch Hamamelis, Eichenrinde, schwarzer Tee, Ringelblume und Aloe Vera infrage.

Innerlich als immunstärkendes Mittel: Brennnessel, Wermut,  Beifuß, Johanniskraut, Schachtelhalm und – besonders beruhigend – Melisse.

Siehe auch: Neurodermitis Behandlung

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