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Schlehe – Die Krone Christi

Schlehe, Schlehdorn, Hagedorn, Ackerpflaume (Prunus spinosa) ist ein Rosengewächs.

In der keltischen Mythologie steht die Schlehe mit ihrer weißen Blütenpracht und ihrem schwarzen Geäst zwischen Leben und Tod. Im osteuropäischen Raum galt die Schlehe als Abwehrpflanze gegen Hexen und Vampire. In Mitteleuropa vollzog man mit der Schlehe schwarze und weiße Magie. Man verspeiste die ersten drei Blüten im Frühling, um sich das restliche Jahr über vor Krankenheiten schützen.  Das Christentum verzeiht der Schlehe nicht, dass aus ihren Ästen die Dornenkrone Christi geflochen wurde.

Den 1-3 Meter großen Strauch findet man in lichten Laubwälder und Wiesen. Die Schlehe blüht von März bis April, die Früchte sammelt man von September bis November. Nach dem ersten Frost ist das Fruchfleisch weich und schmeckt süßlich.

Die Schlehe ist eine Mars-Pflanze. Marssignaturen sind auch als Schutzsignaturen zu verstehen. Man nutzt sie generell zur Entgiftung und Energetisierung bei Kraftlosigkeit und zur Steigerung der Abwehrkräfte. Weitere Indikationen sind Angstzustände und Willensschwäche.

Die Schlehe ist die ideale Arzneimittel bei schlechter Rekonvaleszenz, mangelnder Spannkraft und Apatie. Niedriger Blutdruck kann durch die Schlehe gesteigert werden. Die Beeren enthalten sehr viel Vitamin C und Gerbsäure, sie wirken stimulierend auf das Immunsystem. Sie werden zur Behandlung von chronischen Störungen der Nasennebenhöhlen verwendet.

Aus den im Frühjahr gesammelten Triebspitzen und Blüten wird Tee gekocht. Er ist schweißtreibend, harntreiben und hilft bei Harnwegsinfektionen. Die Blüten wirken blutreinigend. Interessant ist, dass der Tee aus den Blüten leicht abführend wirkt, während die Marmalade aus den Früchten das Gegenteil bewirkt und damit bei Durchfall hilft. Schlehdornlikör wiederum dient mehr als Genussmittel, als für Heilzwecke.

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